Viele Shops verlieren organische Sichtbarkeit nicht wegen „zu wenig Content“, sondern wegen Technik: zu viele URL-Varianten durch Filter, falsche Indexierung, schwache Performance. Shopware bietet dafür starke Grundlagen – wenn man Router, Robots/Noindex, Sitemap und UX-Speed sauber aufsetzt.
Warum Shopware SEO oft scheitert
Shopware-Shops haben typischerweise drei SEO-Risiken:
URL-Explosion durch Filter (Facetten erzeugen tausende Varianten)
Duplicate Content (ähnliche Listings/Varianten)
Performance/UX (mobile Nutzer + Core Web Vitals)
Google warnt bei facettierter Navigation explizit vor „infinite URL spaces“ und Overcrawling – Bots verschwenden Budget auf nutzlosen Kombinationen.
Hebel 1: Sprechende URLs & sauberer SEO-Router
Shopware 6 erzeugt SEO-freundliche URLs – aber der SEO Router entscheidet, ob es langfristig stabil bleibt. Friendventure empfiehlt, die URL-Templates früh festzulegen und bewusst zu entscheiden, ob Produkt-URLs den Kategoriepfad tragen oder nicht.
Quick Rules:
konsistente Struktur für Produkte/Kategorien
nicht „wild“ nachträglich ändern (sonst Redirect-Wellen)
Hebel 2: Filterseiten steuern (sonst Crawl-Budget weg)
Filter sind gut für Nutzer – aber gefährlich für SEO, wenn jede Kombination indexiert wird.
Google empfiehlt u. a.:
robots.txt nutzen, um Facet-URLs zu blocken, wenn ihr sie nicht indexieren müsst
alternativ Canonical/Nofollow – aber als „weniger effektiv langfristig“ eingeordnet
Friendventure nennt genau das Shopware-Problem: bei vielen Filteroptionen entstehen theoretisch tausende URLs; mit robots.txt + Noindex steuert ihr, was wirklich indexiert werden soll.
Praxis-Entscheidung (einfach):
Kategorie-Seiten indexieren
Filter-Kombis nur indexieren, wenn sie echte Nachfrage haben (z. B. „diamantscheibe 125mm beton“ als eigene Landingpage – nicht als Zufallsfilter)
Hebel 3: Indexierung & Robots richtig setzen
In Shopware könnt ihr die robots.txt anpassen (Shopware 6 typischerweise im /public-Verzeichnis) und damit Crawling steuern.
Was häufig raus sollte (je nach Setup):
interne Suche
Checkout/Account
irrelevante Filter-Parameter
Hebel 4: Performance 2025 = INP ernst nehmen
Seit März 2024 ist INP (Interaction to Next Paint) ein Core Web Vital und ersetzt FID. Das heißt: Google misst Responsiveness/Interaktions-Latenz deutlich strenger.
Friendventure nennt für Shopware u. a. Cache, HTTP-Cache, CDN und WebP als konkrete Performance-Hebel.
Rours-Speed-Shortlist:
Caching sauber aktivieren
Bilder WebP + Größen/Komprimierung
Plugin-Hygiene (weniger Ballast)
CDN für statische Assets
Hebel 5: Kategorie-Texte, die wirklich ranken (und nicht nach Keyword wirken)
Shopware erlaubt Kategorie-Beschreibungen – aber je nach Theme erscheinen sie nicht ideal. Friendventure weist darauf hin, dass die Platzierung im Frontend oft Theme-/Dev-Arbeit braucht.
So schreibt ihr Kategorietexte, die funktionieren:
wie Beratung im Laden (Auswahlhilfe, Material, Anwendungsfälle)
kurze Absätze + H2/H3 + Bulletpoints
interne Links zu Top-Produkten/Unterkategorien
Hebel 6: Produktseiten: weg von Herstellertexten
Kurz: Unique Content wins.
Nutzt Kurz-/Langbeschreibung für:
Anwendungsfälle
FAQ („Passt das auf…?“)
Pflege/Handhabung
Vergleich/Unterschiede
Hebel 7: Interne Verlinkung & Breadcrumbs ausnutzen
Shopware setzt Breadcrumbs automatisch ein und ihr könnt über Inhalte (Erlebniswelten/Blog/Descriptions) interne Links gezielt steuern.
Das hilft Google, Prioritäten zu verstehen – und Nutzern schneller zum Produkt zu kommen.
Hebel 8: International? Dann Hreflang sauber
Wenn ihr mehrsprachig seid: Shopware kann Hreflang generieren – wichtig, damit Nutzer die richtige Sprachversion sehen. Friendventure erklärt außerdem den Vorteil von Verzeichnis-Strukturen gegenüber Subdomains (Signals bündeln).
Hebel 9: Messbar machen (sonst optimiert man blind)
Minimum-Setup:
Google Search Console (Indexierung, Crawling, CWV)
KPI-Tracking pro Kategorie (Impressions → Klicks → Umsatz)
Fazit
Shopware SEO ist kein „Trick“, sondern sauberes Handwerk: URL-Struktur, Filter-Management, Indexierung, INP/Performance und Content mit Mehrwert. Wenn diese 9 Hebel sitzen, wird SEO planbar – und skalierbar.
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